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Aufgehört!: Phrasenmäher – Bitte, bitte, Herr Nachbar

15 Nov

Laut, leise, schrill oder knallig. In „Aufgehört!“ werden Musiker vorgestellt,  bei denen kein Auge trocken bleibt.

Ab jetzt heißt es aufpassen und genau hinhören. Jederzeit. Vor allem wenn der fröhlich grinsende Nachbar in der Nähe ist – schnell kann dann eine Frage die Luft zerreißen: „Würdest du mir deinen Phrasenmäher leihen?“.
Wer nun in den Geräteschuppen eilt liegt völlig falsch.

Phrasenmäher – das sind die Hamburger Jannis Kaffka, Lenne Kaffka und Martin Renner (seit 2009). Nach der Gründung beschränkte sich die Band auf Auftritte im norddeutschen Raum. Anfang  2006 wurde dann das erste Demo-Album „schon schön“ in Eigenregie aufgenommen.
Ihre Musik klingt dabei, zwischen amüsant verschmunzelten Texten, nach einer Mischung aus Folk, Rock, Pop und auch A-Capella. Hier findet jeder ganz nach Art der Sportfreunde Stiller, seine eigene kleine Sternstunde der Lyrik.

Das Jahr 2008 verhalf zu neueren Erfolgen: die drei gewannen den Lunatic Bandcontest, den Publikumspreis beim Jugend kulturell, sowie ein Ticket für einen Auftritt auf der Rockstage bei So klingt Berlin.
Zu guter Letzt wurde auch das erste Studio-Album fertig gestellt. Mit „Ode an die Leude“ ziehen nun sie gegen schlechte Texte und langweilige Musik aus.
So kann man nur hoffen, das mehr Nachbarn nun auch ihre „Phrasenmäher“ verleihen.

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Homepage Phrasenmäher

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Aufgehört!: White Rabbits – Abrakadabra

8 Nov

Laut, leise, schrill oder knallig. In „Aufgehört!“ werden Musiker vorgestellt,  bei denen kein Auge trocken bleibt.

Hasen: wir finden sie meistens noch im Streichelzoo, auf dem heimischen Sofa oder bei einem Zauberer. Mit allerlei Tricks versucht dieser sein gebannt starrendes Publikum für puschlig weiße Hasen zu begeistern, die rätselhaft aus den unerforschten Untiefen des schwarzen Hutes eines jeden Magiers blitzen. Doch manchmal, wenn ein Bühnenakrobat sich mehr zutraut als andere seiner Zunft, dann zaubert er Menschen aus den finsteren Schlund des Zauberhuts: So auch Stephen Patterson, Gregory Roberts, Alex Even, Brian Betancourt, Matt Clark und Jamie Levinson.
White Rabbits
Im massiven Blitzlichtgewitter der umschwärmten New Yorker Gitarrenklänge der „Strokes“ werden die „White Rabbits“ 2005 in die Indiewelt gezaubert.
2007 veröffentlichen sie dann auf „Say Hey Records“ das hochgelobte erste Album „Fort Nightly“.
Mit Gitarren, die den Retro-Indierock der „Strokes“ mit den der „Stones“ mischen, begeistern sie die Kritiker. Unverkennbares Merkmal sind dabei die zwei Schlagzeuger und Pianos und drei Sänger, die in fast jedem Lied rhythmisch nach vorne preschen.

Auch mit ihrem aktuellen Album „It’s Frightening“ (2010) beschwören sie mit viel Energie ein Album, dass zwischen hämmernden Ohrwürmern und wohligen Gitarrensymphonien eine  unglaubliche Vielfalt besitzt.
Mehr noch als ihre kleinen Trickkomparsen gelingt es den „White Rabbits“ den Hörer mit viel Kraft, Gitarre und Stimme zu faszinieren – einfach magisch.

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Aufgehört!: Agnes Obel – Herbstzeitlose

1 Nov

Laut, leise, schrill oder knallig. In „Aufgehört!“ werden Musiker vorgestellt,  bei denen kein Auge trocken bleibt.

Es beginnt mit einer einsamen Klaviermelodie. Sanft wie Rauschen von Blättern im bunt getupften Herbstwald schwebt sie anmutig von Wipfel zu Wipfel. Auf der Spitze der knorrigen Eiche wispert leise ein Uhu einen Namen: Agnes Obel.

Wie eine dänische Elfe flüstert sie uns zarte Weisen. Bekannt geworden ist die in Kopenhagen stammende Sängerin durch den märchenhaften Blütenregenrausch „Just So“, den die Deutsche Telekom für ihre Fernsehwerbung verwendete.
Im September 2010 ist nun auch ihr Debütalbum Philharmonics erschienen. Zwischen Piano-Pop und Folk werden hier mit einer überschaubar reduzierten Anzahl an Instrumenten Liedstrukturen geschaffen, die man als zeitlos bezeichnen kann. Lediglich das Klavier zieht sich fortwährend wie ein „grüner“ Faden durch den skandinavischen Musikwald Agnes Obels. Begleitet von Cello, Gitarre und zurückhaltenden Percussion -Elementen lädt ihre Musik zum Entspannen, Sinnieren und Träumen ein.

Womöglich prangt auch deshalb auf dem beigefügten Booklet des Albums die endlose Weite eines Nadelwalds – weg von Stress und Hektik des Alltags hinein in die Natur.
Mit Agnes Obel betritt man gerne jeden Pfad, jeden Wald oder jede noch so schwierige Situation. Ohne darauf zu achten, wie düster, schaurig oder einsam es werden könnte. Mit ihr gibt es immer ein Lichtstrahl am Ende des Weges: die neue große Hoffnung des skandinavischen Folks.

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Aufgehört!: Pony Pony Run Run – Auf auf zum Galopp, Galopp

25 Okt

Laut, leise, schrill oder knallig. In „Aufgehört!“ werden Musiker vorgestellt,  bei denen kein Auge trocken bleibt.

Es gibt Dinge, die man unterwegs immer mit sich trägt: Hose, Handy oder Handtasche. Ab jetzt sollte man in der Tasche auch immer ein Zuckerstückchen bei sich tragen.
Wofür? Dazu gehen reisen wir in den Zoo: umringt von unzähligen Kinderscharen finden sich hier die gesuchten Schleckermäulchen. Mit bauschiger Mähne und flottem Schweif steht das Pony für zahlreiche tätschelnde Hände und Cowboyspielzeug.

Doch nun können diese putzigen Minirösser auch Musik machen: Gaëtan Réchin Lê Ky-Huong, Amaël Réchin Lê Ky-Huong und Antonin Pierre bilden das Trio „Pony Pony Run Run“. In den Fußstapfen von Phoenix traben die Franzosen aus Nantes mit ihrem Debütalbum „You Need“ (2010) auf Electro-Pop Pfaden.

Die Drei lernten 2005 an der Kunstschule in Nantes kennen. Nach ersten Erfahrungen als Band in der lokalen Szene von Nantes hatte die Gruppe zunächst in Frankreich, später europaweit erste Auftritte. Mit ihrer ersten Singleauskopplung „Hey You“ klettert Sie 2009 in Frankreich auf Position 19, in Belgien gar auf den achten Platz. Popsounds und Mitklatschmelodien bestimmen ihre Musik ohne auf die gehörige Portion Liebesschmerz zu verzichten. Einfach zuckersüß.
Für einen völligen Sprint reicht es bei den Ponys noch nicht, dazu fehlt die Abwechslung, für einen sehr schnellen Trab reicht es allemal. Also, Zuckerstückchen bereit halten und die Kleinpferde zu Höchstleistungen anspornen.

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Homepage von Pony Pony Run Run

Mit Kräckern in die Schule

12 Okt

Hot Chip – And i was boy from school

Aufgehört!: Everything Everything – Du Fuchs, du!

11 Okt

Laut, leise, schrill oder knallig. In „Aufgehört!“ werden Musiker vorgestellt,  bei denen kein Auge trocken bleibt.

Der Fuchs ist listig. Listig, verschlagen und gerissen. In Fabeln entlockt er eitlen Raben die saftigen Käsestückchen oder muss nach Einladungen von Storchen hungrig von dannen ziehen.

Bei Musik geht es dem Zuhörer oft ähnlich wie unserem Fuchs: Viel wird uns versprochen, groß ist die Aufmachung und trotzdem gehen wir hungrig. Zwischen glitzernden CD-Booklets und opulenten Rock-Symphonien bleibt kaum Platz für kreative Klangmuster.
Das ist natürlich nicht immer so und ab und zu findet sich eine wirklich wunderschöne Perle am Grunde des Meeres.
So erging es auch der BBC im Dezember 2009. In ihrer Liste des „Soud of 2010“ nimmt sie 15 Künstler auf, die es ihrer Meinung nach weit bringen werden. Einer dieser Künstler waren „Everything Everything“. Von da an gab es kein Halten mehr: Begeisterungsstürme sorgten dafür, das Musikmagazine auf der ganzen Welt auf die vier Jungs aus Manchester aufmerksam wurden.

Mitte 2010 wurden dann Jonathan Higgs, Jeremy Pritchard, Alex Robertshaw und Micheal Spearman ihren Vorschusslorbeeren gerecht. Mit „Man Alive“ haben sie ein Werk aus Tasten, Saiten und Synthesizer geschaffen, dass sich schwer beschreiben lässt. Warmherzig, tanzbar und listig nehmen sie Stück für Stück den Zuhörer für sich ein.
Dafür gibt man gerne ein Stück Käse, oder auch zwei. Davon will mein einfach mehr, jederzeit und immerzu.

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Homepage von Everything Everything

Lisztominös

11 Okt

Phoenix – Lisztomania

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