Tag Archives: Hörbuch

Aufgelesen: Peterchens Mondfahrt – Der Mann im Mond

6 Nov

Zwischen wütenden Schneestürmen und knisternden Kaminfeuern. In der Herbst- und Winterzeit werden jeden Samstag die schönsten Geschichten für Jung und Alt vorgestellt.

Der Mond: seit Menschengedenken ist die silberne Scheibe am nächtlichen Sternenhimmel ein nebulöses Artefakt um den sich zahlreiche Mythen ranken. Er ist der Traum vieler und Problemlöser mancher. Er fasziniert und ist Sinnbild für das Streben der Menschen in die unendlichen Weiten des Weltraums. Peterchens Mondfahrt
Dabei kann es so einfach sein zu ihm zu gelangen. Seit der Uraufführung des Märchens „Peterchens Mondfahrt“ von Gerdt von Bassewitz im Jahr 1912 ist es für Kinder und Junggebliebene für alle Zeiten einfacher denn je. So nimmt uns auch die Hörbuchadaption des Klassikers in der Bühnen- und Hörspielbearbeitung von Thomas Lange mit auf eine unglaubliche Reise zum Mond.

Wir treffen den Maikäfer Summsemann, lernen die beiden Kinder Peterchen und Anneliese kennen und versuchen das sechste Beinchen des Maikäfers wiederzuholen. Vor langer Zeit wurde dieses auf den Mond gezaubert und kann nur durch die Hilfe zweier Kinder zurückgeholt werden.
Wir üben zusammen mit Peter und Anneliese fliegen und treffen auf unsere Reise zum Beinchen wundersame Ort und Gestalten: den strengen Sandmann, den trommelnden Donnermann, die reizende Nachtfee oder den großen Bären.

Karl Menrad, der in diesem Hörspiel grandios seine Stimme leiht, entführt seine Hörer in eine Welt der Naturgeister, der Wunder und der Magie. Zusammen mit wunderschön untermalender Musik von Thomas Dorsch lädt so „Peterchens Mondfahrt“ zum gemeinsamen Sitzen an Kaminfeuer oder Kerzenschein ein. Es ist ein Hörspiel gelungen, das seinen Reiz in der getreuen Adaption zum Buch besitzt und diesem zauberhaften Märchen einen Glanz verleiht, von dem selbst der nächtliche Vollmond nur zu träumen vermag.

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Peterchens Mondfahrt – Thomas Lange, Thomas Dorsch

Hörspiel: Musiktheaterstück nach Gerdt von Bassewitz

gesprochen von Karl Menrad

Jumbo Verlag

ISBN 978-3-8337-2342-1 ; 12,95 Euro

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Aufgelesen: Der Leichendieb – Gestorben wird immer

23 Okt

Zwischen wütenden Schneestürmen und knisternden Kaminfeuern. In der Herbst- und Winterzeit werden jeden Samstag die schönsten Geschichten für Jung und Alt vorgestellt.

Schmierige Schatten flitzen durch den dunklen Seziersaal. Bis auf ein fernes Scharren ist es völlig still. Langsam kommt ein raues Stimmengewirr näher und vermischt sich mit dem modrigen Gestank der Leichen. Davon gibt es aber weniger als man meinen mag.

Wir befinden uns in Edinburgh, 1829. Der ehrgeizige Medizinstudent Fettes hofft die Stelle des Hilfsassistenten bei Professor Knox zu erhalten. Unterstützt durch den Assistenten des Professors, Macfarlane, bekommt er diese auch. Nun beginnt ein neues Leben für den jungen Mann.
Seine Aufgabe: er soll die für Forschungszwecke bestimmten Leichen entgegen nehmen, auch solche die illegal dafür ausgegraben wurden.
Mit flauem Gefühl und schlechtem Gewissen akzeptiert Fettes jedoch und schwört kein Wort mehr darüber zu verlieren.
Als ihm jedoch eine Leiche gebracht wurde, die gestern Abend noch sehr lebendig schien ahnte er, das an dem schon grausigem Gewerbe etwas fauler sein könnte, als er je erahnen konnte.

Eine Geschichte voller Leichen, die aber doch fast völlig ohne Tote auskommt. Aus den Federn von Robert Louis Stevenson stammend, wurde von Titania Medien in der Reihe „Gruselkabinett“ mit „Der Leichendieb“ eine Hörspieladaption geschaffen, die sich sehen lassen kann. Mit den markant kräftigen Stimmen von Michael Pan (u.a. dt. Stimme von Gary Oldman), Torsten Michaelis (Wesley Snipes) oder David Turba (Zac Afron) wurden ebenso stimmungsvolle wie authentische Sprecher gefunden. Ob mit Wut und donnerndem Zorn dem verhassten Gegenüber verhängnisvolle Phrasen entgegen schmetternd oder verschüchternd einige Leise Worte wispernd – alle Sprecher finden immer den genau richtigen Tönen.
Zwischen gemütlichen kaminbefeuerten Kneipen und düsteren Anatomiesälen wird der Hörer mehr und mehr in die Handlung eingestrickt, ein Kriminalroman mit sehr subtilen und untergründigen Grauen gleich. Die wunderschöne Musik-und Geräuschuntermalung trägt seinen Teil hierzu bei.

Bis zum Schluss behält „Der Leichendieb“ seine Spannung und hat einen Fest im Würgegriff. Stimmungsvoll wurde das Werk Stevensons inszeniert und passend am Schluss erweitert. Nichts zwickt, nichts zwackt – es passt alles wie angegossen.
Eine Geschichte, geschaffen für Campingausflüge, verregnete Abende oder überlange Autofahrten.

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Gruselkabinett Folge 27: Robert Louis Stevenson – Der Leichendieb

Hörspiel von Marc Gruppe; 1 CD über 68 Minuten

Titania Medien

ISBN –  978-3-7857-3579-4; 8,99 Euro

Hörprobe

Aufgelesen: Der wohltemperierte Leierkasten – Zu Omas Zeiten

16 Okt

Zwischen wütenden Schneestürmen und knisternden Kaminfeuern. In der Herbst- und Winterzeit werden jeden Samstag die schönsten Geschichten für Jung und Alt vorgestellt.

Es gibt Tage, da schwelgt man gerne in Erinnerungen. Wir denken zurück an unsere Jugend, die glücklichen Tage in überfüllten Klassenräumen und an unsere Kindheit. Und irgendwo da, zwischen gestrickten Wollsöckchen und dampfendem Rotkohl krallen sich die Tage bei Oma fest wie die widerspenstige Nachbars Katze.
Schöne Zeiten waren das, von Oma umsorgt und ins Bett gebracht zu werden sobald die Sonne langsam hinter dem Horizont versank. Zum krönenden Abschluss eines jeden Spielplatztages als fleißiger Sandburgenbauer oder Feldforscher gab es noch die obligatorische Gute-Nacht-Geschichte. Schlafende Prinzessinnen wurden errettet, Drachen besiegt oder es wurde auch mal von  Schnaps trinkenden Möpsen berichtet. Gern erinnert man sich an diese wohlig kuscheligen Zeiten zurück und möchte sie nicht missen.

Mit „Der wohltemperierte Leierkasten“ von James Krüss wurde ein Teil dieser Kindheitserinnerungen in ein Hörbuch verpackt. Ilse Werner und Wolfgang Völz entführen einen in die  Zauberwelt der Reime und Pointen. In wunderbarer Klangfarbe und mit zauberhaften Untermalung durch Leierkastenmusik tragen sie die Gedichte des gleichnamigen Kinderbuches von 1961 vor, erwecken Strophe für Strophe, Zeile für Zeile zum Leben und erschaffen eine heimelige Atmosphäre, die seinesgleichen sucht.
Für 62 Minuten, die in zehn kleine Kapitel unterteilt sind, wird man mitgenommen zum „armen Lehrer Obermeyer“, hört „das Feuer“ knistern, lernt den „musikalischen Drachen“ kennen oder erkundet „die sonderbare Stadt Tempone“.
Die Gedichte James Krüss‘ zeichnen sich dabei durch eine fein pointierte Fantasie aus, die Groß und Klein zum Schmunzeln bringt. Sie laden zum Weiterdichten und Nachdenken ein, setzen sich im Ohr des Hörers fest und lassen einen nie mehr los.

Egal ob man fern ab von zu Hause im Flugzeug sitzt, dem Regen auf dem Fahrrad trotzen muss, oder über Lernstoff verzweifelt. Mit dem „wohltemperierten Leierkasten“ ist ein wunderbares Hörbuch geschaffen worden, das ein Stück Heimat mit einer gehörigen Portion Geborgenheit und einem Schuss Wärme verbindet.

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Der wohltemperierte Leierkasten. Gedichte für Kinder, Erwachsene und andere Leute – James Krüss

gelesen von Wolfgang Völz, Ilse Werner; 1 CD, 62 Min.

HörcompanyVerlag

ISBN – 978-3-939375-62-3; 9,90 Euro

Hörprobe

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