Aufgehört!: Pony Pony Run Run – Auf auf zum Galopp, Galopp

25 Okt

Laut, leise, schrill oder knallig. In „Aufgehört!“ werden Musiker vorgestellt,  bei denen kein Auge trocken bleibt.

Es gibt Dinge, die man unterwegs immer mit sich trägt: Hose, Handy oder Handtasche. Ab jetzt sollte man in der Tasche auch immer ein Zuckerstückchen bei sich tragen.
Wofür? Dazu gehen reisen wir in den Zoo: umringt von unzähligen Kinderscharen finden sich hier die gesuchten Schleckermäulchen. Mit bauschiger Mähne und flottem Schweif steht das Pony für zahlreiche tätschelnde Hände und Cowboyspielzeug.

Doch nun können diese putzigen Minirösser auch Musik machen: Gaëtan Réchin Lê Ky-Huong, Amaël Réchin Lê Ky-Huong und Antonin Pierre bilden das Trio „Pony Pony Run Run“. In den Fußstapfen von Phoenix traben die Franzosen aus Nantes mit ihrem Debütalbum „You Need“ (2010) auf Electro-Pop Pfaden.

Die Drei lernten 2005 an der Kunstschule in Nantes kennen. Nach ersten Erfahrungen als Band in der lokalen Szene von Nantes hatte die Gruppe zunächst in Frankreich, später europaweit erste Auftritte. Mit ihrer ersten Singleauskopplung „Hey You“ klettert Sie 2009 in Frankreich auf Position 19, in Belgien gar auf den achten Platz. Popsounds und Mitklatschmelodien bestimmen ihre Musik ohne auf die gehörige Portion Liebesschmerz zu verzichten. Einfach zuckersüß.
Für einen völligen Sprint reicht es bei den Ponys noch nicht, dazu fehlt die Abwechslung, für einen sehr schnellen Trab reicht es allemal. Also, Zuckerstückchen bereit halten und die Kleinpferde zu Höchstleistungen anspornen.

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Homepage von Pony Pony Run Run

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Aufgelesen: Der Leichendieb – Gestorben wird immer

23 Okt

Zwischen wütenden Schneestürmen und knisternden Kaminfeuern. In der Herbst- und Winterzeit werden jeden Samstag die schönsten Geschichten für Jung und Alt vorgestellt.

Schmierige Schatten flitzen durch den dunklen Seziersaal. Bis auf ein fernes Scharren ist es völlig still. Langsam kommt ein raues Stimmengewirr näher und vermischt sich mit dem modrigen Gestank der Leichen. Davon gibt es aber weniger als man meinen mag.

Wir befinden uns in Edinburgh, 1829. Der ehrgeizige Medizinstudent Fettes hofft die Stelle des Hilfsassistenten bei Professor Knox zu erhalten. Unterstützt durch den Assistenten des Professors, Macfarlane, bekommt er diese auch. Nun beginnt ein neues Leben für den jungen Mann.
Seine Aufgabe: er soll die für Forschungszwecke bestimmten Leichen entgegen nehmen, auch solche die illegal dafür ausgegraben wurden.
Mit flauem Gefühl und schlechtem Gewissen akzeptiert Fettes jedoch und schwört kein Wort mehr darüber zu verlieren.
Als ihm jedoch eine Leiche gebracht wurde, die gestern Abend noch sehr lebendig schien ahnte er, das an dem schon grausigem Gewerbe etwas fauler sein könnte, als er je erahnen konnte.

Eine Geschichte voller Leichen, die aber doch fast völlig ohne Tote auskommt. Aus den Federn von Robert Louis Stevenson stammend, wurde von Titania Medien in der Reihe „Gruselkabinett“ mit „Der Leichendieb“ eine Hörspieladaption geschaffen, die sich sehen lassen kann. Mit den markant kräftigen Stimmen von Michael Pan (u.a. dt. Stimme von Gary Oldman), Torsten Michaelis (Wesley Snipes) oder David Turba (Zac Afron) wurden ebenso stimmungsvolle wie authentische Sprecher gefunden. Ob mit Wut und donnerndem Zorn dem verhassten Gegenüber verhängnisvolle Phrasen entgegen schmetternd oder verschüchternd einige Leise Worte wispernd – alle Sprecher finden immer den genau richtigen Tönen.
Zwischen gemütlichen kaminbefeuerten Kneipen und düsteren Anatomiesälen wird der Hörer mehr und mehr in die Handlung eingestrickt, ein Kriminalroman mit sehr subtilen und untergründigen Grauen gleich. Die wunderschöne Musik-und Geräuschuntermalung trägt seinen Teil hierzu bei.

Bis zum Schluss behält „Der Leichendieb“ seine Spannung und hat einen Fest im Würgegriff. Stimmungsvoll wurde das Werk Stevensons inszeniert und passend am Schluss erweitert. Nichts zwickt, nichts zwackt – es passt alles wie angegossen.
Eine Geschichte, geschaffen für Campingausflüge, verregnete Abende oder überlange Autofahrten.

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Gruselkabinett Folge 27: Robert Louis Stevenson – Der Leichendieb

Hörspiel von Marc Gruppe; 1 CD über 68 Minuten

Titania Medien

ISBN –  978-3-7857-3579-4; 8,99 Euro

Hörprobe

Gezeichnet: Partyzeit

21 Okt

Ein flatterhafter Held mit einer Vorliebe für Regen und Würmer. Das ist der stets optimistische Fürst Frederick fon Flatter – eine Fledermaus, die sich nicht scheut, sich auch als Batman zu verkleiden.
Zusammen mit dem gleichermaßen altklugen wie mitteilsamen Käfer sinnieren sie sich täglich durch die Comic – Welt des Bastian Melnyk. Und zweimal wöchentlich nun auch auf „StreifenReich“.

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Fredericks Flatterhöhle:
www.fonflatter.de

Gezeichnet: Herbst

19 Okt

Ein flatterhafter Held mit einer Vorliebe für Regen und Würmer. Das ist der stets optimistische Fürst Frederick fon Flatter – eine Fledermaus, die sich nicht scheut, sich auch als Batman zu verkleiden.
Zusammen mit dem gleichermaßen altklugen wie mitteilsamen Käfer sinnieren sie sich täglich durch die Comic – Welt des Bastian Melnyk. Und zweimal wöchentlich nun auch auf „StreifenReich“.

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Fredericks Flatterhöhle:
www.fonflatter.de

Aufgehört!: Step to the Beat! Beat! Beat!

18 Okt

Laut, leise, schrill oder knallig. In „Aufgehört!“ werden Musiker vorgestellt,  bei denen kein Auge trocken bleibt.

Der Regen prasselt unermüdlich an die Fensterscheibe. Äste knallen und peitschen wie wilde Teufel. Paulchen schreckt schweißgebadet auf, zerrt sich seine „Superman“-Decke vom Leib und stürmt schreiend in das Zimmer seiner Eltern. Er hatte einen Albtraum.
Jeder von uns musste so etwas schon einmal erleben. Manche können nach solchen Nächten tagelang nicht schlafen, andere dagegen lässt das völlig kalt.

So auch Joshua Gottmanns (19, Gesang und Gitarre), Marius Lauber (20, Schlagzeug), Tim Gerke (20, Bass) und Moritz Leppers (19, Gitarre und Synthesizer). Vermutlich hatten sie nie echte Albträume. Wenn dann nur seichte. „Lightmares“ sozusagen.
Dies ist auch der Name des am 22. Oktober erscheinenden Albums der vier Jungs.
Unter dem Namen „Beat! Beat! Beat! fanden sie sich 2008 zusammen mit dem Wunsch, die Band zu sein, die sie selbst mit 16 geliebt hätten. Mit Erfolg.
Mit EinsLive haben sie einen großen deutschen Radiosender gefunden, der die vier Struwwelpeter aus Viersen liebt. Und selbst der NME war so begeistert von ihrer Vorab- Ep Stars, das sie diese veröffentlichten.

Mit schrammeligen Gitarren und verzogenen Synthie-Sounds nagen sich so die Lieder der Beats! Beats! Beats! in das Gehirn des Zuhörers. Eine Mischung aus Mathrock à la Foals und Indie-Pop von Phoenix.
Ihre Musik ist einfach ein Traum der zum Mitwippen, Tanzen oder einfach Entspannen einlädt. Ein Traum vor dem man keine Angst haben muss, er entpuppt sich als Finte. Ein Traum den man beruhigt genießen kann. Einfach ein schöner „Lightmare“.
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Myspace von Beat! Beat! Beat!

Aufgelesen: Der wohltemperierte Leierkasten – Zu Omas Zeiten

16 Okt

Zwischen wütenden Schneestürmen und knisternden Kaminfeuern. In der Herbst- und Winterzeit werden jeden Samstag die schönsten Geschichten für Jung und Alt vorgestellt.

Es gibt Tage, da schwelgt man gerne in Erinnerungen. Wir denken zurück an unsere Jugend, die glücklichen Tage in überfüllten Klassenräumen und an unsere Kindheit. Und irgendwo da, zwischen gestrickten Wollsöckchen und dampfendem Rotkohl krallen sich die Tage bei Oma fest wie die widerspenstige Nachbars Katze.
Schöne Zeiten waren das, von Oma umsorgt und ins Bett gebracht zu werden sobald die Sonne langsam hinter dem Horizont versank. Zum krönenden Abschluss eines jeden Spielplatztages als fleißiger Sandburgenbauer oder Feldforscher gab es noch die obligatorische Gute-Nacht-Geschichte. Schlafende Prinzessinnen wurden errettet, Drachen besiegt oder es wurde auch mal von  Schnaps trinkenden Möpsen berichtet. Gern erinnert man sich an diese wohlig kuscheligen Zeiten zurück und möchte sie nicht missen.

Mit „Der wohltemperierte Leierkasten“ von James Krüss wurde ein Teil dieser Kindheitserinnerungen in ein Hörbuch verpackt. Ilse Werner und Wolfgang Völz entführen einen in die  Zauberwelt der Reime und Pointen. In wunderbarer Klangfarbe und mit zauberhaften Untermalung durch Leierkastenmusik tragen sie die Gedichte des gleichnamigen Kinderbuches von 1961 vor, erwecken Strophe für Strophe, Zeile für Zeile zum Leben und erschaffen eine heimelige Atmosphäre, die seinesgleichen sucht.
Für 62 Minuten, die in zehn kleine Kapitel unterteilt sind, wird man mitgenommen zum „armen Lehrer Obermeyer“, hört „das Feuer“ knistern, lernt den „musikalischen Drachen“ kennen oder erkundet „die sonderbare Stadt Tempone“.
Die Gedichte James Krüss‘ zeichnen sich dabei durch eine fein pointierte Fantasie aus, die Groß und Klein zum Schmunzeln bringt. Sie laden zum Weiterdichten und Nachdenken ein, setzen sich im Ohr des Hörers fest und lassen einen nie mehr los.

Egal ob man fern ab von zu Hause im Flugzeug sitzt, dem Regen auf dem Fahrrad trotzen muss, oder über Lernstoff verzweifelt. Mit dem „wohltemperierten Leierkasten“ ist ein wunderbares Hörbuch geschaffen worden, das ein Stück Heimat mit einer gehörigen Portion Geborgenheit und einem Schuss Wärme verbindet.

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Der wohltemperierte Leierkasten. Gedichte für Kinder, Erwachsene und andere Leute – James Krüss

gelesen von Wolfgang Völz, Ilse Werner; 1 CD, 62 Min.

HörcompanyVerlag

ISBN – 978-3-939375-62-3; 9,90 Euro

Hörprobe

Mit Kräckern in die Schule

12 Okt

Hot Chip – And i was boy from school

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