Archiv | Oktober, 2010

Aufgehört!: Everything Everything – Du Fuchs, du!

11 Okt

Laut, leise, schrill oder knallig. In „Aufgehört!“ werden Musiker vorgestellt,  bei denen kein Auge trocken bleibt.

Der Fuchs ist listig. Listig, verschlagen und gerissen. In Fabeln entlockt er eitlen Raben die saftigen Käsestückchen oder muss nach Einladungen von Storchen hungrig von dannen ziehen.

Bei Musik geht es dem Zuhörer oft ähnlich wie unserem Fuchs: Viel wird uns versprochen, groß ist die Aufmachung und trotzdem gehen wir hungrig. Zwischen glitzernden CD-Booklets und opulenten Rock-Symphonien bleibt kaum Platz für kreative Klangmuster.
Das ist natürlich nicht immer so und ab und zu findet sich eine wirklich wunderschöne Perle am Grunde des Meeres.
So erging es auch der BBC im Dezember 2009. In ihrer Liste des „Soud of 2010“ nimmt sie 15 Künstler auf, die es ihrer Meinung nach weit bringen werden. Einer dieser Künstler waren „Everything Everything“. Von da an gab es kein Halten mehr: Begeisterungsstürme sorgten dafür, das Musikmagazine auf der ganzen Welt auf die vier Jungs aus Manchester aufmerksam wurden.

Mitte 2010 wurden dann Jonathan Higgs, Jeremy Pritchard, Alex Robertshaw und Micheal Spearman ihren Vorschusslorbeeren gerecht. Mit „Man Alive“ haben sie ein Werk aus Tasten, Saiten und Synthesizer geschaffen, dass sich schwer beschreiben lässt. Warmherzig, tanzbar und listig nehmen sie Stück für Stück den Zuhörer für sich ein.
Dafür gibt man gerne ein Stück Käse, oder auch zwei. Davon will mein einfach mehr, jederzeit und immerzu.

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Homepage von Everything Everything

Lisztominös

11 Okt

Phoenix – Lisztomania

Aufgelesen: Der Zauberer von Oz – Mit Wirbelsturmmagie zum Glück

9 Okt

Zwischen wütenden Schneestürmen und knisternden Kaminfeuern. In der Herbst- und Winterzeit werden jeden Samstag die schönsten Geschichten für Jung und Alt vorgestellt.

Wenn Blut fließt, einsame Waldlichtungen zu grausamen Mordschauplätzen werden und Wohnzimmer nach Pulverrückständen untersucht werden ist Andrea Sawatzki als Charlotte Sänger am Werk. Von 2001 bis 2009 stand sie für „Tatort“ als Hauptkommissarin vor der Kamera, überführte Täter und jagte Verbrecher.
Mit Magie hat man als Ermittler dagegen wenig zu tun. Die Spurensuche beruht auf Fakten, Vermutung und ein gewisses Gespür für Menschen – aber auf keinen Fall auf Zauberei.

Im Lande Oz dagegen steckt alles voller Magie: Munchkins, Vogelscheuchen, blecherne Holzfäller oder geflügelte Affen. Und wenn dann noch ein Mädchen aus Kansas in einen Wirbelsturm gerät und mit ihren Haus die böse Hexe des Osten erschlägt ist es um uns geschehen.
Jeder kennt die Geschichte L.Frank Baums von der kleinen Dorothy, die mit ihrem Hund Toto, der dummen Vogelscheuche, dem herzlosen Blechmann und dem ängstlichen Löwen das Land Oz nach dem gleichnamigen Zauberer durchquert.

In der Adaption des „Zauberer von Oz“ als Hörbuch trifft nun Magie auf Scharfsinn, Zauberei auf Pistolen und Ermittlerinnen auf Hexen. Andrea Sawatzki schmökert sich in der Übersetzung von Sybill Gräfin Schönfeldt durch verwunschene Wälder und verzauberte Mohnfelder. Mit ansprechender Tonlage und ohne quietschig-kitschigen Gezwitscher lädt sie uns auf eine Reise in die Welt der Fantasie ein. Der ausgestopften Vogelscheuche leiht ebenso passend ihre Stimme wie dem ängstlichen Löwen. In 256 Minuten braucht man nur die Augen zu schließen und schon wird man selbst nach Oz gewirbelt.
Der Traum wird gleichsam dichter und fülliger durch die wunderschön gestaltete Aufmachung des Hörbuchs durch Lisbeth Zwerger und der märchenhaften eingespielten Musik von Jan – Peter Pflug.

Die Hörbuchfassung des „Zauberer von Oz“ ist ein modernes Märchen, dass den gesammelten Werken der Gebrüder Grimm in nichts nachsteht. Kinder wie Erwachsene werden hier in eine Welt entführt, die man gerne durchwandert, in der man gerne Abenteuer besteht und in der man mit Freuden träumen kann. Ein zeitloses Werk, dessen Glanz durch das Leuchten der Stimme Andrea Sawatzkis umso heller erstrahlt. Womöglich liegt nicht viel zwischen dem Dasein als Ermittler und der Zauberer. Bei beiden geht es manchmal mit dem Teufel zu.

 

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Der Zauberer von Oz – L. Frank Baum / Andrea Sawatzki

ungekürzte Lesung

Oetinger Verlag

ISBN – 3837304353; 19,95 Euro

Hörprobe

Howdy

6 Okt


Oasis – My generation

Aufgehört!: Casiokids – Hasen weinen nicht

4 Okt

Laut, leise, schrill oder knallig. In „Aufgehört!“ werden Musiker vorgestellt,  bei denen kein Auge trocken bleibt.

Schweiß, Norwegen, Plüsch.
Meilenweit voneinander getrennt sind diese Worte. Doch wenn man sie zusammenklebt entsteht daraus ein neues: „Casiokids“.

Casiokids, das ist ein 2005 gegründetes Gemisch aus puscheligen Norwegern, die sich nach dem Synthesizer VL-1 der gleichnamigen japanischen Firman „Casio“ benannt haben.
Unterwegs zwischen Kindergartentouren und europäischen Musikfestivals mischen die Fünf aus Bergen dabei Techno und Out-and-Out-Pop zu einem eingängigen Elektro-Pop. Mit Erfolg. Sie tourten bereits mit „Of Montreal“ und „Hot Chip“. Sie haben es geschafft, das erste Pop-Album zu veröffentlichen, welches in norwegischer Sprache in den UK erschienen ist.

Schattenspielfigurentheater und verspielte Synthie-Sounds sind die Grundelemente der Casiokids. Ihr Ziel ist es, Musik individueller zu gestalten. Man könnte sie deshalb als Theaterkollektiv, das Popmelodien in ihrer Muttersprache zwitschert bezeichnen. Heiterkeit, Niedlichkeit, Gelassenheit durchziehen ihre Musik. Da zuckt bei jedem das Tanzbein und für Traurigkeit bleibt keine Zeit.

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Homepage der Casiokids

Guten Morgen Bücherwurm

1 Okt

The Rakes – Open Book

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