#4: Als ich die Musik erfand, sie gefeiert und verkauft habe

15 Jun

Liebes Tagebuch,

viel ist passiert in den letzten Tagen, soviel das ich mir wieder nicht alles gemerkt habe. Aber bevor ich davon berichte muss ich etwas anderes loswerden. Ich möchte mich entschuldigen, entschuldigen dafür das ich nicht geschrieben habe. In der nun folgenden Schilderung hoffe ich Gründe dafür geben zu können, warum ich es nicht geschafft habe.

Erstens: am Sonntag habe ich gelernt. Gelernt mit meiner Mutti für ihre Musikprüfung am Montag. Von Antonín Dvořák über Robert Schuman bis „Zeh(bra)D“. Notenlehre,  Musikgeschichte und musikalischer Vortrag – alles musste bis ins kleinste Detail geübt, gepaukt und geträllert werden. Somit verbrachte ich den ganzen Sonntag, von früh bis spät damit, ihr alles beizubringen und sie zu beraten*.

Am Montag dann war es soweit, sie hatte ihre Prüfung. Mit Papa habe ich stundenlang im Auto gewartet, bin auf dem Fußweg hin und hergetigert um sie schlussendlich freudestahlend wie der neue Morgen in Empfang nehmen zu können – 15 Punkte. Haben uns unglaublich gefreut und naja, ich habe ein wenig gefeiert und deshalb hab ich es auch diesem Tag nicht geschafft zu schreiben.

Nun aber zum heutigen Tage: es fing mit einer Fahrt zur Uni an. Papa und ich haben richtig laut Musik aufgedreht – Hippo Hop und unsere neue „King Kong Kicks“ CD.  Aufgedreht und mit durchgewuschelten Haaren kamen wir an, wollten unsere Tasche nehmen, Portemonnaie einstecken und aussteigen. Leider gab es hier ein kleines Problem: es gab kein Portemonnaie zum einstecken. Es war verschwunden. Plötzlich durchzuckte es meinen Vater. Er schüttelte sich wie ein frisch gepflanzter Baum im Sturm. Er hatte es vergessen – bei seiner Freundin, also meiner Mutti. Hier steckte nun leider ein kleiner Teufel im Detail. Unser Sprit neigte sich dem Ende und erinnerte uns unaufhörlich mit der grell orange blinkenden Lampe an sein baldiges Ende und das Geld war 40km von unserem jetzigen Standort entfernt.

Glücklicherweise haben wir einen netten Komilitonen getroffen, der uns armen Tropfen fünf Euro leihen konnte, damit wir unsere Heimreise antreten konnten. Zu Hause dann musste ich mich vor Schock hinlegen – bis eben. Und ich spüre in immer noch in meinen Knochen. Im diesen Sinne werde ich mich weiter ausruhen und sagen:

Gute Nacht und Määhh

* Notiz: Der Autor hat hiermit etwas übertrieben vermutlich.

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