#2: Von Geschichte, verzauberten Dörfern und Eroberungsplänen

12 Jun

Liebes Tagebuch,

heute ist nicht wirklich viel passiert. Den größten Teil des Tages habe ich verschlafen. Einerseits lag an meinem anstrengenden Vormittag und dann an dem Wetter: denn heute hat er es geschafft. Mein Ziehvater hat mich mit zur Uni genommen. Ich liebe es einfach, mit in seinen Vorlesungen zu sitzen und etwas über Geschichte zu erfahren – besonders wenn es um Afrika geht.

Heute jedoch, hat mich etwas anderes bewegt. Es geschah auf unserer Rückfahrt nach Hause. Der Himmel verdunkelte sich immer mehr, schwarze Wolken verjagten den Sommer und ließen selbst die quirligen Stimmen der Beach Boys verstummen – die Kraft der kalifornischen Sonne versagte. Wir nahmen unsere Fliegerbrillen ab, kurbelten die Fensterscheiben des froschgrünen Autos hoch und versuchten vor den Wolken zu fliehen. Leider sind 45 PS nicht schnell genug um einem wütenden Rudel dunkler Wolken zu entkommen.

Nun aber geschah es. Man könnte es mit den Worten sonderbar und merkwürdig beschreiben, dennn dies war es. Wir fuhren gerade dem letzten Dorf vor unserer Heimat entgegen. Kurz nach dem wir das Ortsschild passierten, blendete uns gleißendes Licht und eine Mauer aus Wärme wälzte uns nieder. Es schien, als ob wir in eine andere Welt eingefahren waren, ein tropisches Dorf  inmitten Deutschlands. Nachdem wir jedoch diesen Ort wieder verlassen hatten war es wie zuvor. Der raue Wind zersauste mein frisch gestriegeltes Haar, bließ um meine Nüstern und pfiff eine eigene Interpretation von „Let’s go surfing“.

Es war ein wirklich merkwürdiges Dorf und es war nicht das erste mal, an dem wir das festgestellt haben. Seine Bewohner müssen mächtige Zauberer oder Götter sein. Vielleicht haben sie auch einfach eine riesige Wetterkuppel über ihr Dorf gespannt, die jedes Unwetter von seinen Bewohnern fernhält. Ich werde dem nachgehen und noch besser in den Vorlesungen meines Vaters aufpassen wenn es um „Zauberei und Hexerei in der Geschichte“ geht. Ich muss hinter ihr Geheimniss kommen. Schon deshalb, weil damit mein „Icewitch“ ein noch größerer Erfolg werden muss.

Ich glaube damit beende ich meinen heutigen Eintrag. Es wird immer dunkler in meinem Zimmer, und das liegt nicht an meiner Glühlampe. Die Augen werden schwerer und schwerer. Ich hoffe morgen bin ich nicht so müde wie heute, ich werde einfach mal richtig ausschlafen.

Bis dahin,

Määh und Gute Nacht.

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