Meine erste Reise, oder warum Unwissenheit gut sein kann (1)

29 Jul

Erster Teil: Die Abreise

Es war vor ungefähr zwei Wochen. Die Uhr schlug gerade zum sechsten Mal und die Aufregung stieg, wie die Flut in einer Schatzhöhle, unaufhaltsam an. Sachen und Wörter flogen wild umher. Glücklicherweise nicht auf mich, sondern in den Koffer – wir waren am Packen.*  Einen Tag danach sollte es nach Rom gehen.

Es verging eine kleine Ewigkeit, aber irgendwann waren wir endlich fertig. Kurzerhand kontrollierte ich die Koffer noch einmal – es konnte ja schließlich sein, dass meine Zieheltern etwas vergessen hatten – machte diese dann zu und wir schliefen das letzte Mal vor dem großen Tag ein.

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Morgens aufgewacht beschlich mich ein unangenehmes Gefühl – wir werden wirklich nach Rom fliegen. Es war merkwürdig, denn meine Eltern haben mir gesagt, dass wir unsere Koffer nicht mit bei uns haben dürfen – diese müssten extra gelagert werden.

Auf der Fahrt zum Flughafen überlegte ich mir also, wie ich mein flaues Gefühl verbessern konnte. Ich hatte eine Idee: ich reiste im Koffer mit! Denn was gab es schlimmeres, wenn man selbst gut am Reiseziel ankommt aber der Koffer nicht. Das konnte ich nicht zulassen und so erwachte mein Wächterinstinkt.

Es wurde dunkel, als ich mich im Koffer versteckte und dann fing es an zu rumpeln….

* Der Autor trug beim Packen natürlich die schwerste Bürde – die der Verantwortung.

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